Logo

Für sich selbst einzustehen und mit dem sichtbar zu werden, was man gerne tut, ist nicht immer ganz einfach. Zumindest nicht für Menschen meiner Generation, der Generation X. Oft habe ich das Gefühl, dass gerade in Deutschland dieses „Gib nicht so an“ in den 70er und 80er Jahren eine wichtige Aussage der Erziehung war.

Dabei hat „das zu sich stehen“ eigentlich nichts mit Angeben nichts zu tun. Ganz im Gegenteil. Wer lernt zu sich selbst zu stehen, ist unabhängig vom Lob der anderen. Er muss nicht darauf warten, dass jemand anderes vorbeikommt und ihm oder ihr auf die Schulter klopft. Natürlich hat das jeder gern, auch ich finde es ein tolles Gefühl, wenn mich jemand für etwas lobt, aber ich versuche mich aus der Abhängigkeit vom Lob der anderen zu lösen. Ich fordere es nicht ein. Ich gehe nicht kaputt oder bin traurig, wenn keiner mitbekommt, was ich geleistet habe.

Dass es mir dennoch manchmal schwerfällt nach draußen sichtbar zu werden, liegt einfach daran, dass ich eher Angst habe, dass es missverstanden wird. Dass es gesehen wird als „Schau, wie toll ICH bin und DU nicht.“ Denn so ist es überhaupt nicht gemeint.

Für mich ist das sichtbare Tragen eines Logos, meines Logos, etwas, was MIR gut tut. Fast so, wie Zeichen, die man auf der Haut trägt, die einem guttun.  Etwas, was seit vielen Jahrhunderten in allen Kulturen der Welt gemacht wird.

Nach vielen Überlegungen darüber, was und wer ich bin, wozu mir gerade die Corona-Krise im Jahr 2020 viel Zeit gegeben hat, ist das folgende Logo entstanden.

Es fasst in seiner Klarheit und Einfachheit in meinen Augen alles zusammen, was mir wichtig ist und was ich auf dieser Internetseite darstellen möchte.

Das äußere Weiße stellt  Ensō dar, den „Zen-Kreis“. Es symbolisiert „Es symbolisiert Erleuchtung, Stärke, Eleganz, das Universum und die Leere“. Für mich steht es für die Meditation. Für das Vollständig-sein, das Unbeschädigt-sein. Aber auch dafür, das nichts perfekt ist, daher ist der Kreis nicht perfekt geschlossen.

Die türkisfarbene Linie stellt durch seine Farbe zwei Dinge dar: Das blaue Meer und damit das Tauchen, aber auch das Grün der Almwiesen durch die ich so gerne laufe. Und Grün gemischt mit Blau ergibt Türkis.

Die Linie entspricht ungefähr dem Profil der Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands. Und ein Berg, den ich bei guten Wetterlagen oft auf meiner Hausrunde erkennen kann. Daher steht die Form der Linie für mein Zuhause.

Es steht aber auch für das Auf und Ab des Lebens,  das nichts konstant ist. Alles verändert sich.

 

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